Urbaner Kräutergarten

Selbstgemachter Minztee schmeckt um einiges besser als der Tee aus dem Beutel und ein wenig frischer Oregano macht auch eine Tiefkühlpizza um einiges leckerer. Kräuter und Gewürze sind vielseitig einsetzbar, dennoch werden sie selten zuhause gezüchtet. Dabei sind gerade die Alleskönner, wie beispielsweise Basilikum, auch für Anfänger geeignet. Auch Superfood wie Ingwer und Chia kann in der Stadtwohnung gedeihen. Alles, was man für die gängigsten Küchenkräuter und Gewächse braucht und wissen sollte, haben wir für euch zusammengetragen.

Basilikum
Das gefühlt meistverwendete Gewürz in Studentenküchen und italienischen Restaurants – ohne Basilikum wären Tomaten-Mozzarella-Salate auf der ganzen Welt ein wenig farbloser, eine Pesto-Not würde sich einstellen. Basilikumpflanzen sind in jedem Supermarkt erhältlich. Sie lassen sich auch für Anfänger leicht hochzüchten: Die kleinen Sträucher lieben es sonnig und warm, dürfen aber nicht zu trocken stehen. Regelmäßiges gießen, um die Erde immer leicht feucht zu halten, ist unabdingbar. Gekaufte Basilikumpflanzen sollten in größere Töpfe oder Kästen umgepflanzt werden, denn Basilikum braucht etwas Platz. Basilikum kann auch selbst gesät werden: Die Samen bekommt ihr im Supermarkt oder Baumarkt, streut sie auf die Erde im Topf oder Blumenkasten und haltet die Erde danach feucht. Aufpassen: Basilikumsamen dürfen nur von einer dünnen Erdschicht bedeckt sein, sonst keimen sie nicht. Nach etwa einer Woche gibt es die ersten zarten Pflänzchen. So einfach kann es sein, und im Gegenzug könnt ihr beinahe konstant frisches Basilikum ernten.

(c) Cyclonebill / Wikimedia Commons

Kresse
In vielen Haushalten gehört Kresse zum Standardaufgebot des Wochenende-Frühstückstischs, und das zu Recht. Sie verfeinert belegte Brote, Salate, Butter, Aufstriche und Dips. Genauso unkompliziert wie ihre Verwendung ist auch die Aufzucht: ein paar Samen aus dem Supermarkt besorgen und sie entweder auf Blumenerde oder wahlweise auf einer schicht feuchtem Küchenpapier ausbringen. Den Untergrund immer schön feucht halten und nach schon einer Woche könnt ihr eure Kresse ernten. Einfacher geht es wirklich nicht.

Thymian
Auch mit Thymian lassen sich allerlei leckere Sachen anstellen. Das Gewürz verfeinert vor allem mediterrane Gerichte. Getrocknet und als Tee hilft Arznei-Thymian, eine Untersorte des Thymian, bei Husten und Bronchitis. Thymian fühlt sich im Topf sehr wohl und bevorzugt einen sonnigen, halbtrockenen bis trockenen Standort. Die Jungpflanzen könnt ihr im Frühjahr im Topf kaufen und dann umpflanzen – sonst braucht Thymian eigentlich keine große Zuwendung. Längere Trockenperioden sowie winterliches Wetter übersteht er normalerweise problemlos. Das unkomplizierte und leckere Kraut eignet sich somit wunderbar für Neulings-Gärtner.

Ingwer
Gerade in der kalten Jahreszeit darf natürlich auch Ingwer nicht fehlen. Im Tee bringt Ingwer uns mit seinen ätherischen Ölen fit durch den Winter, in Currys verleiht er einen Hauch exotischer Schärfe und aus asiatischen Gerichten generell ist Ingwer nicht mehr wegzudenken. Was viele gar nicht wissen, ist, dass man Ingwer auch relativ simpel in der Wohnung anbauen kann. Alles, was man braucht, ist eine Bio-Ingwerknolle und einen Topf mit nährstoffreicher Erde, am besten Humus. Als Vorbereitung lagert man die Knolle über Nacht in lauwarmem Wasser, um sie am nächsten Tag in den Topf zu setzen und sie zu etwa 2 Zentimeter mit Erde zu bedecken. Danach solltet ihr den Topf mit Klarsichtfolie abdecken, in die ihr ein paar kleine Löcher stecht. Die Erde solltet ihr regelmäßig mit eine Sprühflasche befeuchten. Dann ist Geduld gefragt: Ingwer ist eine tropische Pflanze und sollte an einem möglichst sonnigen und warmen Standort stehen. Nach etwa acht bis zehn Monaten kann der Ingwer dann geerntet werden.

Chia
Als wohl bekanntestes Superfood sind Chia-Samen schon seit einigen Jahren in aller Munde. Sie liefern nicht nur wertvolle Omega-Fettsäuren, sondern sind auch voller Antioxidantien, die den Alterungsprozess verlangsamen sollen. Ihr zieht Chia-Samen am besten im Frühjahr in der Wohnung vor, zum Beispiel mit einer Saatscheibe, die ihr einfach im Baumarkt kaufen könnt. Die Samen sollten dann immer nur mit ein wenig Erde bedeckt werden und müssen anschließend feucht gehalten werden. Staunässe vertragen Chia-Pflanzen jedoch gar nicht. An einem sonnigen Standort gedeihen sie im Sommer auf dem Balkon, bis sie dann nach der Blüte im Herbst geerntet werden können. Et voilà!

Generell gilt bei der Anzucht von Kräutern und Gemüse, dass die beste Aussaatzeit im Frühjahr ist. Im Sommer können Töpfe und Kästen auf den Balkon oder in den Garten verlagert werden, bei den meisten Gewächsen sollte man aber darauf achten, dass sie keinem Frost ausgesetzt sind. Beim Anbau im Kasten sollten maximal vier Pflanzen nebeneinander stehen, damit sie mit genügend Platz gedeihen können. Wer jetzt richtig Lust bekommen hat, im Frühjahr seinen grünen Daumen auszutesten, findet noch mehr Infos auf Blogs wie Garten Fräulein oder berlingarten. Noch mehr Inspiration und Updates gefällig? Dann meldet Euch hier für den Toyota Newsletter an.



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