Tomate-Basilikum aus der Hauptstadt

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(c) Steffen Roth / ECF Farmsystems Berlin

Ziel ist es, Kreisläufe aus der Natur anzupassen und in den urbanen Raum zu übertragen. So sollen Lebensmittel für den Bedarf der Stadtbewohner produziert werden. Das machen grüne Daumen bereits vor, mit Kräutern vom Balkon, gesundem Gemüse aus dem Schrebergarten oder der Bienenzucht auf dem Flachdach. Diesen Grundgedanken überträgt urbane Landwirtschaft vom Kleinen ins Große, genau wie die ECF-Farm, die mit der sogenannten Aquaponik arbeitet.

Dieses umweltschonende Verfahren kombiniert auf clevere Weise die Aufzucht von Speisefischen (Aquakultur) mit dem Anbau von Gemüse, Obst und Kräutern auf Substrat statt Erde (Hydroponik) – so entstehen zum Beispiel Hauptstadt-Barsch, -Tomaten und -Basilikum.

Das äußerst nährstoffreiche Wasser aus der Fischzucht dient als umweltfreundlicher Dünger für die Pflanzen, deren Substrat dann wiederum das Wasser filtert und für den erneuten Einsatz vorbereitet. Ein in sich geschlossener Kreislauf, der darüber hinaus auch noch hocheffizient ist. Der Betrieb von Aufzucht- und Gewächshäusern in der Stadt sorgt zudem für kurze Transportwege, spart CO2 und Wasser. Und erfüllt den ständig wachsenden Bedarf von Berlinern an regional produzierten, frischen Lebensmitteln. #charmingfarming!

Jeden Dienstag könnt ihr euch für einen Beitrag von 5 Euro die Farm bei einer Führung anschauen. Sie steht mitten in Berlin-Schöneberg auf dem Gelände der alten Malzfabrik in der Nähe des Tempelhofer Flughafens. Falls ihr euch lieber daheim informieren und die ECF-Farm noch besser verstehen möchtet, findet ihr hier eine Erklärung von einem der Köpfe des Projekts. Nicolas Leschke, Gründer und Geschäftsführer von ECF Farmsystems:

Weder Leschke, der früher als Strategie-Coach für Unternehmen gearbeitet hat, noch Mit-Gründer Christian Echternacht kommen ursprünglich aus der Landwirtschaft. Aber was sie verbindet, ist die Leidenschaft für gutes Essen und nachhaltige Lebensmittel. Diese Gemeinsamkeit brachte sie auf die Idee zur ECF-Farm.

Die computergesteuerte Berliner Farm mit 1800 Quadratmetern ist ihr Pilotprojekt, mittlerweile planen und bauen sie Aquaponik-Farmsysteme auch für andere. Die Systeme sind über unsere Grenzen hinweg begehrt. Es kamen bereits Anfragen aus Luxemburg, Albanien und Belgien.

Übrigens sind die Produkte der ECF-Farm direkt bei den Erzeugern und in 140 Berliner REWE-Märkten erhältlich. Wer hat jetzt auch Lust auf Hauptstadtbarsch mit Salatzauber Exotic?

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