Gotta Catch ‘Em All! Poke Bowls im Ma’loa

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Ein kleiner Urban Jungle in der Nähe des Hackeschen Markts: Das Berliner Restaurant Ma’loa wurde erst vor ein paar Wochen eröffnet. Hier gibt es hawaiianische Poke Bowls – ein Alltagsgericht auf den Inseln, das mittlerweile weltweit immer beliebter wird. Poke heißt übersetzt so viel wie “in Stücke schneiden”. Die Bowls enthalten Zutaten wie rohen Fisch, Reis, Gemüse oder Zucchini-Nudeln. Es gibt aber auch verschiedenste vegetarische und vegane Varianten, die ganz ohne Seafood auskommen. Im Ma’loa wird zudem mit nachhaltig produzierten Stäbchen gegessen, die To-Go-Schalen können wiederverwendet werden.

Inhaber Daniel Brandes über’s Reisen und Ankommen.

“Nach meinem Abitur entschloss ich mich, meine Englischkenntnisse zu verbessern und was Neues in der Welt zu erleben. Als begeisterter Sport-, Abenteuer- und Naturliebhaber fiel die Wahl schnell auf Hawaii mit Oahu und Honolulu, da andere Städte wie L.A., Boston oder New York mir zu wenig Abwechslung geboten hätten – ich wohne ja selber schon mein ganzes Leben lang in einer Großstadt, in Berlin.

Auf Hawaii war ich dann für sechs Monate. Und habe dort eine der besten Zeiten meines Lebens verbracht. Ganz abgesehen vom dauerhaft schönen Wetter ist das Lebensgefühl auf der anderen Seite der Erde ein ganz anderes als hier im grauen Berlin. Man fühlt sich isoliert von allen Problemen und Sorgen, die man sonst hat, ob persönlicher oder politischer Natur. Außerdem bietet Hawaii eine unglaublich schöne Natur, die ich so noch nie in meinem ganzen Leben gesehen habe. Besteht nicht nur aus Sonne, Palmen, Strand und Surfern, den typischen Hawaii-Klischees. Klar, Hawaii hat dieses unglaubliche türkise Meer. Aber wie gut man dort auch Wandern gehen kann, wissen viele gar nicht. Oft ganz malerisch, vorbei an Wasserfällen.

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Das Lebensgefühl ist ein ganz anderes auf Hawaii. Die Menschen sind viel offener und herzlicher und entspannter. Mit einem Augenzwinkern sagen viele, dass auf Hawaii die Zeit langsamer vergeht, da keiner sich so strikt nach zeitlichen Vereinbarungen richtet. Als ich dann wieder in Berlin ankam, war das für mich wie ein kleiner Schock, da sich im Vergleich zu Hawaii alles so trostlos, grau und deprimierend angefühlt und auch so ausgesehen hat. Also habe ich mich ganz pragmatisch gefragt, wie ich ein kleines Stück Hawaii nach Berlin bringen könnte.

So entstand das Ma’loa samt Interior-Design. Mit Pflanzengerüst, Schaukeln, Surfbrett und seinen hellen und freundlichen Farben. Um ein Gefühl von guter Laune, Herzlichkeit, Entspanntheit, Hawaiis Natur zu schaffen, sodass ich Hawaii nicht mehr vermissen muss. Und auch andere Menschen eine Vorstellung davon bekommen, wie schön und einzigartig Hawaii ist.

Wieso Poke? Das findet ihr auf Hawaii an jeder Ecke, sei es im Supermarkt, im Restaurant oder Straßenimbiss. Es gehört dort zum Alltags-Essen, wie der Döner und die Currywurst in Berlin. Da ich selber auf eine gesunde Ernährungsweise achte, war Poke für mich das perfekte Essen. Ich hatte das auf Hawaii bestimmt drei-, viermal die Woche und es wurde schnell zu meinem Lieblingsessen. Das tolle an Poke ist, dass es extrem schnell zubereitet und gesund ist, weil es über eine hohe Nährstoffdichte verfügt: hochwertige Fette im Fisch, komplexe Kohlenhydrate im Reis und es enthält auch Vitamine durch verschiedenes Gemüse. Außerdem schmeckt es ausgezeichnet und ist als To-Go-Food gut zu transportieren.

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Mein Bruder Ilan hat jahrelang als Personal-Trainer gearbeitet und auch immer schon auf seine Ernährung geachtet. Deshalb konnte ich ihn schnell von der Idee überzeugen, zusammen mit mir Poke nach Berlin zu bringen. Im August 2016 fiel die Entscheidung, einen Poke Store aufzumachen. Und dieses Jahr war es dann soweit. Wir versuchen, im Ma’loa so gut es geht nachhaltig zu arbeiten. Bei uns findet ihr kein Plastikgeschirr oder Plastikflaschen. Das komplette Einweggeschirr, das wir für die To-Go-Gerichte nutzen, wurde nachhaltig produziert, die Schalen sind wiederverwendbar. Wir achten darauf, dass der Fisch, den es bei uns gibt, mit Langleine gefangen wird.

Ich glaube, dass sich Poke Bowls zu einem andauernden Trend entwickeln werden, ähnlich wie Smoothies. Insbesondere deshalb, weil die Zubereitung so schnell geht, sie lecker schmecken und sehr gesund sind, werden sie sich auch langfristig durchsetzen können – als ‘healthy Fast-Food’.”

Wer sich jetzt fragt, welche Fische derzeit ohne Bedenken verzehrt werden können, kann sich zum Beispiel bei Greenpeace informieren: http://www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei/einkaufsratgeber-fisch

Das Ma’loa findet ihr in der Oranienburger Straße 7, Berlin.
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 11 bis 22 Uhr, Freitag von 11 bis 23 Uhr und Samstag von 12 bis 23 Uhr. Sonntags geschlossen.

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